Sicherer Druck auf Lebensmittelverpackungen

Wir trinken aus Plastikflaschen, essen von Plastikgeschirr und kaufen in Kunststoff verpackte Lebensmittel. Nicht allein der Umweltaspekt rückt in den Fokus, sondern auch die Frage, inwieweit wir dadurch bedenkliche Stoffe mit unserer täglichen Nahrung aufnehmen. Die Bedruckung von Lebensmittelverpackungen spielt hierbei eine wichtige Rolle. Mit einer erstmals auf PE/PP-Kunststoff als migrationsarm bestätigten Siebdruckfarbe, liefern wir echte nachweisliche Sicherheit.

Marabu hat nach den strengen, gültigen Vorgaben für Lebensmittelverpackungen die UV-härtende Ultra Pack UVFP Siebdruckfarbe entwickelt, die als erste Siebdruckfarbe offiziell als migrationsarme Druckfarbe für PE/PP-Kunststoffe bestätigt wurde und sich somit nachweislich für den Druck auf Lebensmittel- und Kosmetikverpackungen aus Polyethylen und Polypropylen eignet. (Grundsätzlich gilt für alle Druckfarben, auch für die UltraPack UVFP: Die Eignung des Farbsystems für Lebensmittelverpackungen muss bei jeder Anwendung durch ausführliche Migrationstest vor dem Bedrucken der Lebensmittelkontaktseite bestätigt werden.)

UltraPack UVFP – migrationsarme UV-Siebdruckfarbe für PE/PP-Kunststoff

  • maximale Prozesssicherheit bei der Bedruckung von Kunststoffcontainern aus vorbehandeltem Polyethylen (HDPE/LDPE) und vorbehandeltem Polypropylen (PP)
  • schnelle Trocknung gewährleistet Dank sehr hoher Reaktivität der UVFP-Farbserie + Druckgeschwindigkeiten bis zu 3.600 Containern pro Stunde möglich
  • finale Beständigkeit nach 24 Stunden
  • Minimierung von potentiell migrationsfähigen Stoffen (z.B. Lösemittel, Monomere) kann durch eine bestmögliche Trocknung bzw. Aushärtung des Farbfilms gewährleistet werden
  • brillante und hochglänzende Farbtöne mit optimalem Deckvermögen, hervorragender Wasser- und Füllgutbeständigkeit
  • resistent gegen Abnützung, Lösemittel, Alkohol und Schweiß.
  • das 1-komponentige Farbsystem ist druckfertig für einen schnellen, unkomplizierten Produktionsablauf eingestellt. Hilfsmittel werden nicht benötigt
  • geprüfte „Low-migration“- Eigenschaften der UVFP können durch den unsachgemäßen Einsatz von Hilfsmitteln verändert werden

Zum Produkt!

UltraPack UVFP eignet sich speziell für die Außenbedruckung von Lebensmittel-, Kosmetik- und Getränkeverpackungen aus

  • vorbehandeltem Polyethylen (HDPE/MDPE/LDPE)
  • vorbehandeltem Polypropylen (PP)

Da das Ergebnis nicht nur von der Druckfarbe, sondern auch vom Substrat und den Prozessbedingungen abhängt, muss zur Feststellung der Konformität immer das fertig bedruckte Produkt beurteilt werden.

About: Low-Migration

Was versteht man unter Migration?

 

Druckfarben kommen auf Verpackungen indirekt mit Lebensmitteln in Kontakt. Dadurch kann es zu einer Migration von Stoffen aus der Druckfarbe in das Lebensmittel kommen (z.B. durch Diffusionsmigration, Abklatsch-Migration bzw. „Set-off“ oder Gasphasenmigration). Für die Migration von Stoffen, z.B. aus der aufgebrachten Druckfarbe, spielt die Barriereeigenschaft des Bedruckstoffes eine beträchtliche Rolle. Je besser die Barriereeigenschaft/funktionelle Barriere, desto geringer die potentielle Migration. Polyethylen (PE) und Polypropylen (PP) gehören zu den meist verwendeten Kunststoffen bei Lebensmittel- und Kosmetikverpackungen. Sie kommen als Verpackungsfolien, Plastiktuben, Flaschen oder Innenbeschichtung von Kartons zum Einsatz.

Im Gegensatz zu Glas oder Metallen, stellen diese Kunststoffe keine funktionelle Barriere für die Migration aus der Druckfarbe durch den Bedruckstoff dar. Farbsysteme für Lebensmittel- und Kosmetikverpackungen unterliegen deshalb strengen Qualitätsaudits, welche den Nachweis der Migrationsarmut liefern. Damit sind die Weichen gestellt, um die Gesundheit der Verbraucher im späteren Warenverkehr nicht zu beeinträchtigen.

Druckfarbe als Teil des „Low-Migration-Prozesses“
Druckfarbe ist bisher nicht pauschal für die Bedruckung von Lebensmittelverpackungen geeignet. Die Beurteilung der Konformität muss immer am fertigen, bedruckten Lebensmittelkontaktmaterial erfolgen, da das Ergebnis vom Bedruckstoff selbst von der Druckfarbe und den Prozessbedingungen beeinflusst wird.

 

Auf dem Markt ist oftmals von eindeutig migrationsarmen („low-migration“) Druckfarben die Rede. Doch dies ist teilweise irreführend, denn:

  1. im Vergleich zu herkömmlichen Druckfarben kann zwar durch eine gezielte Verwendung von höhermolekularen Inhaltsstoffen (z.B. höherfunktionelle Monomeren) die Anzahl und Menge von migrationsfähigen Stoffen in migrationsarmen Druckfarben deutlich verringert werden. Dennoch ist dies kein ausreichendes universell gültiges „Low-Migration“-Siegel: Die Kombination „Bedruckstoff-Druckfarbe-Prozessbedingungen“ muss bei der Anwendung betrachtet werden.
  2. nicht alle Farben sind nachweislich migrationsarm, auch wenn „low-migration“ im Produktnamen steht.